Wenn der Rhabarber blüht

Wenn der Rhabarber blüht

Rhabarber setzt Blüten an, wenn er drei bis vier Monate lang Temperaturen von unter 10°C ausgesetzt war. Bei mir ist es die Pflanze, die an einem weniger geschützten Ort steht und auch nicht zum Vortreiben ab Februar mit einem Terracottatopf abgedeckt war.

Die Bienen freuen sich, wenn man den Blütenstand stehen lässt. Er wird bis zu zwei Meter hoch wachsen, bietet leicht zugänglichen Pollen und Nektar und lockt damit Insekten in Scharen an.
Man könnte die Blütenknospen auch wie Blumenkohl dünsten. Sie schmecken wohl nur leicht säuerlich, aber was soll man dazu essen? Aufgrund des säuerlich, fruchtigen Geschmacks wird Rhabarber hauptsächlich für Süßspeisen verwendet, wobei Rhabarber (Rheum rhabarbarum) kein Obst ist, sondern ein Gemüse ist, das zur Gattung der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört wie z.B. auch der Sauerampfer (Rumex acetosa).

Blüht der Rhabarber, steckt er allerdings seine Energie in die Vermehrungsphase (generative Phase) und nicht in die Wachstumsphase (vegetative Phase). Die Ernte fällt also wesentlich kleiner aus, Stiele und Blätter bleiben viel kleiner. Wer ernten möchte, sollte also die Blüte sofort abschneiden. Grundsätzlich sollte aber immer nur so viel Rhabarber geerntet werden, dass die Pflanze nicht geschwächt wird. Außerdem endet die Rhabarberernte am 24. Juni (an Johannis, genau wie beim Spargel). So haben die Pflanzen genug Zeit, sich für das nächste Jahr wieder zu regenerieren und der Gehalt an giftiger Oxalsäure steigt nach diesem Zeitpunkt beim Rhabarber.

Rhabarber

Rhabarberblüte


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